German Road Races - die Plattform für Straßenläufer - stellt Sightjogging in Offenbach vor! Einfach hier entlang…

Das Netzwerk Chance + schlägt Brücken zwischen Arbeitsuchenden ab 50 Jahren und Unternehmen in den Regionen “Stadt Offenbach”, dem “Kreis Groß-Gerau”, “Wetteraukreis”, “Stadt Wiesbaden”, “Hochtaunuskreis” und dem “Kreis Gießen”. Über die sportmedizinische Abteilung der Sport Uni Frankfurt und das Team der AGILer nehme auch ich an diesem sinnvollen Projekt teil.
In der ZDF Drehscheibe wird eine Teilnehmerin meiner Chance 50+ Sportkurse über einen Tag begleitet, der am Abend beim Sport endet.

Näheres in dem kurzen Filmbeitrag in der ZDF Drehscheibe.
Lesen Sie den Artikel hier bei der Offenbach Post oder einfach im IM.PULSE Blog.
Mit dem Schmerz umgehen
Offenbach, 26.02.2011 ‐ „Und jetzt alle laaang machen“, ruft Bastian Klinzing den Frauen und Männern auf den Matten zu. Die sechs Teilnehmer des Ortho-Trainings geben ihr Bestes, gehen per Ausfallschritt in die Kniebeuge und strecken die Arme in die Höhe. Die Wangen sind gerötet, der Gesichtsausdruck leicht verkrampft. Nur der „Vorturner“ grinst: Bastian Klinzing weiß, wo es bei den Senioren zwickt und zwackt. „Lernen, mit dem Schmerzen umzugehen“, lautet einer seiner Grundsätze. Von Jörn Polzin
Was sich da in den Räumen der Offenbacher Volkshochschule abspielt, hat freilich nichts mit Foltermethoden zu tun. Im Gegenteil. Beim Rehabilitationssport sollen die körperlichen Beschwerden verringert werden. Die Teilnehmer haben vor allem Probleme mit dem Rücken, der Wirbelsäule und dem Knie. „Sie können bei uns ihre Beschwerden mit Hilfe eines Kurssystems abtrainieren“, erklärt der Übungsleiter.

Fitnesstrainer Bastian Klinzing unterstützt eine Teilnehmerin bei der Dehnung.
Leonor Costa ist eine von ihnen. Nach zwei Bandscheibenvorfällen führt sie einen ständigen Kampf gegen die Schmerzen. Sie hat vieles ausprobiert, selbst Akkupunktur linderte die Beschwerden nicht. „Wichtig ist es, dass die Teilnehmer ein Bewusstsein für Bewegung entwickeln, motiviert sind und am Ball bleiben“, sagt Klinzing. Seit vergangenem November bietet der 2009 gegründete Verein für Sport in Prävention und Rehabilitation Kurse an. Grund für die längere Vorlaufzeit war eine Ärztetour, die Klinzing und seine Mitstreiter absolvierten. Klinkenputzen war angesagt. „Es war nicht leicht, die Mediziner von diesem Konzept zu überzeugen“, erinnert sich der Offenbacher. Einige seien skeptisch gewesen, andere hätten sich unter dem Begriff Rehasport wenig vorstellen können. „Viel naheliegender ist es ja auch, die Leute ins Fitnessstudio zu schicken.“
Dabei ist das Prinzip einfach und nebenbei auch schonend für den Geldbeutel. Die Ärzte erstellen ein Beschwerdebild des Patienten, das sie dem Verein samt Rezept zukommen lassen. Klinzing, der sich selbst als „Gesicht des Vereins“ bezeichnet, konzipiert ein entsprechendes Übungsprogramm. Die Besonderheit: Die Kosten für zunächst 50 Trainingseinheiten übernimmt die Krankenkasse. „In einzelnen Fällen kann die Anzahl auch verdoppelt werden“, sagt der 35-Jährige.
Davon ist Kathrin Schulz weit entfernt. Heute steht sie zum zweiten Mal auf der Matte - und muss erkennen, dass Balanceübungen bei Hüftbeschwerden nicht ohne sind. Für einen kurzen Moment verliert sie den Halt und rutscht mit der Matte am Boden entlang - wie eine Surferin auf der Wasseroberfläche. Schulz nimmt es mit Humor, freut sich schon auf den nächsten Termin.
Mit dem Programm, das im Sommer um die Disziplinen Cross Fit, Nordic Walking und Gelenkschonendes Laufen erweitert wird, will der Verein in eine Nische vordringen. Angebote schaffen für Menschen, die am Vereinsleben nicht teilnehmen können oder wollen. Weil es dort ein solches Angebot nicht gibt, oder weil den Betroffenen schlichtweg das Geld fehlt. „Viele fallen dem Gesundheitssystem zum Opfer“, betont Klinzing. Die Mitgliedsbeiträge im Verein für Sport in Prävention und Rehabilitation sind vergleichsweise niedrig. Die jährliche Gebühr beträgt 100 Euro. Darin enthalten ist die Teilnahme an allen Kursen mit Ausnahme der Reha-Einheiten. Das Ortho-Training findet montags (ab 18.45) und donnerstags (ab 9.30) in der Volkshochschule statt.
Mehr Infos unter www.vspr-offenbach.de oder 069 / 20 32 42 42
Seit Ende 2010 gibt es IM.PULSE auf Rezept. Beim VSPR Offenbach e.V. biete ich Rehasport nach §44 an. Vor Weihnachten war folgendes in der Offenbach Post zu lesen…

Rehasport gibt`s auch auf Rezept
Offenbach Post, 19.12.2010 – Sebastian Faerber
Rückenschmerzen, Arthrose in der Hüfte, Probleme mit inneren Organen, Übergewicht oder Bluthochdruck: Sport kann solche Beschwerden oft lindern. Doch den lassen sich etwa Fitnessstudios teuer bezahlen. Eine Alternative kann das Angebot der gesetzlichen Krankenkassen sein, die die Kosten für den Rehabilitationssport übernehmen.
Demnach ist jeder Arzt berechtigt, ein Rezept für Rehabilitaionssport auszustellen. Mit der Verordnung kann der Patient dann in Offenbach z.B. zum VSPR Offenbach e.V. gehen und diese dort in Trainingsstunden ummünzen.
„Der Rehasport wird zwar immer bekannter, aber selbst Ärzte wissen oft nicht, dass die Rezepte budgetneutral sind“, erklärt Otto Mahr, Geschäftsfüher beim Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS) Hessen. Denn der Sport unterliegt nicht der Heilmittelverordnung. Somit entstehen dem Arzt keine Nachteile.
Bei normalen Beschwerden kann der Arzt etwa über einen Zeitraum von 18 Monaten 50 Übungeinheiten verschreiben. Liegt eine schwere Beeinträchtigung vor, übernimmt die Krankenkasse für 36 Monate bis zu 120 Trainingsstunden. Hinzukommen weitere spezielle Möglichkeiten für beispielweise Patienten mit Herzbeschwerden.
Sollten Ärzte nicht mit den Leistungen vertraut sein, bieten die befugten Vereine beratende Hilfe an.
Neben dem VSPR Offenbach e.V. sind auf www.hbrs.de noch weitere Anbieter gelistet.
Starthilfe statt Gehhilfe: Älteren wird Einstieg in Sport erleichtert.

22.09.2010 (Offenbach Post)
„Ältere Menschen treiben mitunter nicht so gerne Sport“, weiß Bastian Klinzing. Beim Sport gehe es oft darum, sich zu messen, besser zu sein als andere, daran hätten viele kein Interesse mehr.
Der ausgebildete Sportwissenschaftler und Fitnesstrainer ist einer von drei Bewegungs-Starthelfern in Offenbach. Der Landessportbund Hessen stellt dieses kostenlose Angebot seit diesem Jahr zur Verfügung. Klinzing und seinen Kollegen geht es darum, Menschen in Bewegung zu bringen, „ wenn möglich, zu einem regelmäßigen Training zu motivieren“.
Der erste Schritt dahin erfordert Eigeninitiative: Ein Anruf beim Landessportbund mit der Bitte, an einen Bewegungsstarthelfer vermittelt zu werden. Der meldet sich dann zunächst telefonisch und fragt nach eventuellen Beschwerden und – ganz wichtig – nach den sportlichen Interessen. „ Dass man etwas gerne macht, ist die Grundvoraussetzung dafür, langfristig dabei zu bleiben“, so Klinzing. Auch gehe es darum zu wissen, wie mobil die Interessenten sind. Fahren Sie Bus, Bahn, mit dem Fahrrad? Dann kann auch nach Angeboten in weiterer Entfernung zum Wohnort gesucht werden. Klinzing: „ Meist aber wollen die Leute in der Nähe bleiben.“ Bei einem ersten Treffen präsentiert der Sportwissenschaftler Vorschläge und bietet sich als Begleitung für die ersten Probestunden an. „ Die meisten aber wünschen das gar nicht. Viele wollen einfach nur aktiv bleiben, hatten aber nicht den Überblick über das Angebot.“
Den bekommen sie von den Bewegungs-Starthelfern. Ob Ausdauertraining, Wassergymnastik oder Entspannungsübungen – für jeden Geschmack und jede Konstitution ist etwas dabei. Gerne nutzen die Interessenten den einmal aufgebauten Kontakt, um sich weiter beraten zu lassen. Zum Beispiel über neue Kursangebote über die sie gelesen haben und bei denen sie nicht sicher sind, ob diese für sie geeignet sind.
Warum dieser Umweg? „ Die Menschen sehen in uns neutrale Berater, die nicht in eine bestimmte Richtung gefärbt sind.”
Mehr Infos auf www.impulse-info.de oder beim
Landessportbund Hessen
Geschäftsbereich Breitensport und Sportentwicklung
Anna Koch
Telefonnummer 069/6789-423
E-Mail: bewegungsstarthelfer@lsbh.de
Samstag: 22.05.2010 im Äppler

Sport & Sightseeing wird zu “Sightjogging”
Joggend eine Stadt entdecken - “Sightjogging” gibt es bereits in einigen deutschen Städten. Jetzt können auch Offenbacher die Reize ihrer Gemeinde im sportlichen Tempo entdecken. Der Aufgabe, den Offenbachern und Besuchern die Stadt näher zu bringen, hat sich Bastian Klinzing angenommen. Drei seiner Touren bietet die Offenbacher Stadtinformationsgesellschaft an. Die Teilnahme kostet zwischen 12 und 15 Euro. Karten gibts im InfoCenter, Salzgäßchen 1.
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Gestartet wird immer an der Französisch-Reformierten Kirche. Verschiedene Routen führen an Sehenswürdigkeiten vorbei und man erlebt die Stadt neu. Das Tempo richtet sich nach den Teilnehmern, so dass auch Interessierte mit geringerer sportlichen Fitness mitlaufen können. Außerdm gibt es regelmäßig zur Abendzeit den Lauftreff “Nightrunning”.
Informationen zu den Touren, zum Lauftreff und Termine gibt es unter www.sightjogging-offenbach.de oder telefonisch bei Bastian Klinzing: 069 / 20 32 44 25.
Sightjogging - jetzt auch in Offenbach
Offenbach, den 11.05.2010
Ursprünglich kommt die Idee des „Sightjoggings“ aus großen deutschen Städten wie Hamburg und Berlin. Dass die Kombination aus Sightseeing und Jogging auch in kleineren Großstädten funktioniert, davon können sich jetzt Einwohner und Besucher in Offenbach selbst überzeugen. Sightjogging ist nicht etwa eine neue Sportart, sondern eine ganz besondere Art der Stadtführung, bei der man sich die Reize einer Stadt sprichwörtlich „erläuft“.
Verschiedene Routen führen an großen und kleinen Sehenswürdigkeiten vorbei und laden dazu ein, die Stadt mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben. In kleinen Gruppen läuft man unter der Führung eines sportlichen Stadtführers und erfährt dabei viel Wissenswertes über die ältere und jüngere Geschichte der Stadt.
Brandneu ist das Angebot des Sightjoggings nun in Offenbach und soll alle sportlich und kulturell Interessierten dazu einladen, die Stadt besser kennenzulernen.
Und das lohnt sich in jedem Fall: In Offenbach steht z.B. das wohl schönste Schloss aus der Renaissance jenseits der Alpen. Ein Grüngürtel zieht sich durch die ganze Stadt vom Westen bis in den Osten, und alte Industriestätten geben der Stadt einen einzigartigen Charakter. Es gibt viele Villen aus der Gründerzeit, und in einigen Stadtteilen sind noch sehr gut erhaltene Fachwerkhäuser aus vor dem 17. Jahrhundert zu sehen.
Der Aufgabe, den Offenbachern und den Besuchern die Stadt näher zu bringen, hat sich der Offenbacher Bastian Klinzing mit seiner Firma IM.PULSE angenommen. Angeboten werden vier verschiedene Strecken durch sämtliche Stadtteile von Offenbach. Sie sind zwischen 8 und 21 Kilometer lang und können nach Bedarf auch spontan gekürzt oder verlängert werden. Abhängig von Route und Teilnehmerzahl ist das Laufen schon ab 12 € möglich. Das Tempo richtet sich nach den Wünschen der Teilnehmer, so dass auch Interessierte mit geringerer sportlicher Fitness das Angebot nutzen können. Dabei können nicht nur Jogger teilnehmen, sondern auch (Nordic) Walker sind herzlich willkommen.
Und wer vom Laufen in Offenbach nicht genug bekommen kann, der kann dies auch regelmäßig zur Abendzeit bekommen, beim Lauftreff Nightrunning. Also, Turnschuhe an und Augen und Ohren auf!
Mehr Informationen zum Sightjogging in Offenbach gibt es online unter www.sightjogging-offenbach.de oder telefonisch bei Bastian Klinzing unter 069 / 20 32 44 25.

Der joggende Stadtführer
von M. Wölfelschneider/ Offenbach Post/ 05.03.2010
„Wann bist Du das letzte Mal gejoggt?“ will Bastian Klinzing am Telefon von mir wissen. Während ich verzweifelt versuche, mich an meine jüngsten Versuche zu erinnern, dem inneren Schweinehund die Hacken zu zeigen, entsteht eine peinliche Pause. Bastian beendet sie mit einer treffenden Vermutung: „Du bist also völlig untrainiert!“
Als wir uns ein paar Tage später vor der Französisch Reformierten Kirche in Offenbach begegnen, erkennen wir uns schon von weitem an Klamotten, die hier sonst keiner trägt: Ich bin der Typ in der löchrigen Baumwollhose, die ich gerade erst entmottet habe. Neben mir macht Bastian eine tadellose Figur. Weil er weiß, dass Männer in hautenger Funktionsbekleidung meist lächerlich wirken, hat er sich eine weite Adidas-Short über seine lange Läuferhose gezogen. Gegen die klirrende Kälte schützt ihn eine Wollmütze mit der Aufschrift „Wärmebildende Maßnahme“. Bastians ist studierter Sportwissenschaftler und hat in Offenbach vor kurzem eine Firma für Gesundheitsmanagement und Sportlerbetreuung gegründet. Unter dem Namen IM.PULSE bietet er neben Kursen wie „Nightrunning“ oder „Laufen für junge Eltern“ auch unterschiedliche Sightjogging-Touren an. Eine Art Stadtführung im Sauseschritt also, wie sie in Berlin oder Frankfurt bereits Trend ist - und die man nun erstmals auch in Offenbach erleben kann.

Für rund neun Kilometer durch die winterliche City bilden Bastian und ich ein leicht schräges Läuferpaar. Ich hechele, er redet, während wir auf dem Bürgersteig in die Goethestraße einfädeln. Rechts die Synagoge und der Turnverein 1824. Einige schweißtreibende Schritte später eilen wir an der unglaublich winzigen Innenstadt-Tankstelle vorbei, die den 34jährigen Bastian immer an die Zeit erinnert, als er noch mit Playmobil spielte. Ein paar Ecken weiter lässt er den historischen Verlauf der Domstraße vor meinem geistigen Auge wieder auferstehen. „Hör mal, wie ruhig es gleich wird!“, sagt er beim überqueren der dröhnende Berliner Straße. Wir biegen in die akustisch auffällige August-Hecht-Straße, um uns den Weg ins Westend zu bahnen. Im Dreieichpark besichtigen wir Deutschlands älteste Betonbauten ohne Stahlbeigabe. 1879 waren sie der ganze Stolz der hessischen Gewerbeschau und präsentierten sich in strahlendem Weiß. Längst ergraut, gibt ihnen der heutige Schneefall etwas von ihrem alten Glanz zurück. Weiter geht’s in Richtung Innenstadt. Unterwegs schüttelt Bastian Jahreszahlen und Anekdoten aus dem Ärmel, klopft Pulverschnee von versteckten Gedenksteinen oder zeigt mit der Handschuhhand auf Ornamente an hübschen Gründerzeitfassaden, die mir bisher nie so richtig aufgefallen sind. Als er in der Frankfurter Straße vor der Villa Neubecker die Geschichte erzählt, wie Adam Neubecker 1888 auf der Suche nach schnödem Kühlwasser für seine Maschinenfabrik die Kaiser Friedrich Quelle entdeckte, meldet sich Durst in mir. Zum Glück hat der aufmerksame Personal Trainer an meiner nun stechenden Seite neben Socken zum Wechseln und einem Erste-Hilfe-Kästchen auch eine Getränkeflasche in seinem Rucksack.
Perfekt passt sich Bastian meinem Tempo an. Nach unzähligen Stationen zum Beispiel an Wilhelmsplatz (früher ein Friedhof) Finanzamt (früher eine Kaserne) und Marienkirche, gönnen wir uns auf dem Alten Friedhof eine kleine Auszeit zwischen den großbürgerlichen Gräbern bedeutender Persönlichkeiten der Stadt.
Über Mainufer, Isenburger Schloss und Lili-Tempel kommen wir irgendwann zum Startpunkt der großartigen Runde zurück. Direkt am Fluss steht auch der ausrangierte Wagon der Hafenbahn, in dem Bastian selbst schon Spuren hinterließ: 2009 trat er hier mit seiner Band Science Fiction Army auf. Musik ist neben dem Sport und der Stadtgeschichte eine seiner Leidenschaften. Bei ruhigem Puls und einem Stück Käsekuchen im Stadtcafe erzählt der sympathische Lokalpatriot von seinem Anliegen: „Sogar von Freunden werde ich manchmal belächelt, weil ich in Offenbach wohne. Die Stadt hat ihr Proll-Image völlig zu Unrecht. Ich möchte jedem beweisen, dass es hier auch sehr schöne Ecken gibt!“
Informationen zu Sightjogging in Offenbach gibt es im Internet: www.sightjogging-offenbach.deund unter Telefon 069 / 20 32 44 25.
Sightjogging Offenbach bei Main FM am 22.02.2010.

Joggender Fremdenführer
von Maurice Farrouh/ Frankfurter Rundschau/ 17.02.2010
Dafür braucht es Training. Wenn Bastian Klinzing joggen geht, dann plappert er dabei wie ein Wasserfall. Erzählt von Feintäschnern, alten Offenbacher Fabrikanten oder den Spuren von Goethe und Sophie von La Roche, ohne dabei Seitenstechen zu bekommen. “Ich laufe immer nur so schnell, dass ich noch gut dabei reden kann”, sagt Klinzing. Denn in seinem Job ist beides gleich wichtig.

Der 34-Jährige ist Offenbachs erster joggender Fremdenführer. “Sightjogging” heißt die Geschäftsidee, mit der er sportlichen Touristen und Zugezogenen seine Heimatstadt näherbringen will.
Offenbach hat so viel zu bieten”, sagt Klinzing. Leider werde die Stadt oft unterschätzt. “Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht - es gibt hier wahnsinnig viel zu entdecken.”
Wer sich das von Klinzing, der Sportwissenschaft studiert hat und auch als Personal Trainer arbeitet, zeigen lassen will, kann zwischen verschiedenen Touren durchs ganze Offenbacher Stadtgebiet wählen.
Anfänger nehmen die acht Kilometer-Tour
Anfänger nehmen die acht Kilometer lange “kleine Stadttour” durch City, Westend und am Mainufer entlang. Für Ausdauernde gibt es Routen mit bis zu 21 Kilometern Länge, die dann auch weniger zentrale Attraktionen wie den Alten Friedhof oder das Rumpenheimer Schloß einschließen.
Das nötige Wissen für die Führungen hat sich der Existenzgründer selbst angeeignet - war Dauergast im Stadtarchiv, hat Historienbände gehortet und die Denkmaltopografie durchgearbeitet. “Ich fand Stadtgeschichte schon immer interessant”, sagt er.
Die Chancen, irgendwann einmal wirklich seinen Lebensunterhalt mit Sightjogging in Offenbach verdienen zu können, sieht er nüchtern. “So viele Leute verlaufen sich jetzt auch wieder nicht nach Offenbach”, sagt Klinzing lachend. Daher werde das Sightjogging wohl vorerst nur eine Ergänzung zu seiner Tätigkeit als Trainer, Sport- und Gesundheitsberater bleiben.
Aktionsradius in Offenbach
Seinen Aktionsradius auf auch Frankfurt auszuweiten, um mehr Touristen und Geschäftsreisende zu erreichen, kommt für ihn jedoch nicht in Frage. “Ich bin Offenbacher. Warum soll ich den Leuten Frankfurt zeigen?”, meint Klinzing, der als Kind Fußball bei den Offenbacher Kickers gespielt hat. Außerdem sei die Nische in der Nachbarstadt bereits besetzt.
Klinzing geht auch ohne Touristen im Schlepptau gerne laufen. “Ich habe von klein auf viel Sport gemacht. Da hat Laufen immer dazugehört.” Für ambitioniertes Training und Wettkämpfe fehlt dem Vater von zwei kleinen Kindern aber die Zeit. “Wenn ich laufe, dann meistens als Trainer”, sagt er.
Die Sightjogging-Touren betrachtet er nur teilweise als Arbeit: “Das ist nicht nur bezahltes Training, es macht auch sehr viel Spaß.”
Informationen zu Sightjogging in Offenbach mit Bastian Klinzing gibt es im Internet: www.sightjogging-offenbach.de oder www.impulse-info.de, und unter Telefon 069 / 20 32 44 25.

